Henry hat die Myxomatose überstanden

 

 

 

Vorab: Die Heilung ist nie garantiert, sie hängt immer von verschiedenen Faktoren ab (Immunsystem, Alter etc.). Der Krankheitsverlauf ist ein „auf und ab“ und der Ausgang ist ungewiss.

 

Am 20.09.2017 (am 3. Krankheitstag) wurde bei meinem Kaninchen Henry (9 Monate alt) die Myxomatose durch den Tierarzt diagnostiziert. Da ich verzweifelt im Netz nach Informationen und Behandlungsmöglichkeiten suchte, möchte ich unseren Behandlungsweg anderen zur Verfügung stellen, die sich in der gleichen Situation befinden.

 

 

 

Medikamente ab 20.09.2017 bis zum Abklingen der Symptome:

 

Metacam, 1-2 x täglich

 

Baytril, 1x täglich

 

Traumeel, 1x täglich

 

Engystol (10 Tage lang)

 

 

 

Parallel dazu Kollodiales Silberwasser (25ppm):

 

4x täglich inhaliert, mind. jeweils 10 Minuten

 

4x täglich die Augen gespült

 

4x täglich Oralgabe 2ml/kg

 

 

 

Je nach Notwendigkeit:

 

Antibiotische Augentropfen / Koll. Silberwasser (abwechselnd gegeben)

 

Baby-Nasentropfen

 

Meerrettich (um die Nase frei zu bekommen)

 

Bisolvon (1 Prise an die Oberlippe zum Ablecken), verflüssigt das Nasensekret

 

 

 

Entzündete Hautstellen mit Wollwachs (100 % reines Lanolin) behandelt (am Finger etwas schmelzen lassen, dann vorsichtig auftragen)

 

Calendula Globuli, 1-2x täglich, je nach Potenz

 

 

 

13.10.2017 Henry ist über den Berg, sitzt mit lauschenden Löffeln aufrecht und ist wieder an seiner Umwelt interessiert. Die Hautstellen öffnen sich und verheilen, die Nasenatmung ist noch mit leichten Geräuschen verbunden. Daher werde ich noch bis auf weiteres mit Henry inhalieren.

 

 

 

Bezüglich des Futters habe ich in seiner Krankenzeit Abstriche gemacht, Henry bekam in dieser Zeit Fertig-Trockenfutter (enthielt Bananen- und Apfelchips), was er gern mochte. Nicht die Kaninchen-gerechte Ernährung stand bei ihm im Vordergrund, sondern dass er überhaupt etwas fraß und bei Kräften blieb. Hätte er nicht mehr gefressen aufgrund von Schmerzen am Maul, hätte ich ihn gefüttert mit Critical Care (oder ähnlichem), damit er bei Kräften bleibt, solange es ihm den Umständen entsprechend gut geht.